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Tokuma & Egisera

Women In Development Project – WID Project for Oromia Region, East Shoa Zone, Zway Town

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Die beiden Projekte, Tokuuma und Egisera, haben das gemeinsame Ziel, bedürftigen Mädchen und Frauen einen Arbeitsplatz zu geben, ihre Fähigkeiten und ihr Selbstbewusstsein zu trainieren und ihnen so dabei zu helfen, ihre Lebensumstände zu verbessern.
Der Arbeitsplatz ist eine kreative Werkstätte, in der die Frauen traditionelle Handwerke wie Flechten, Weben, Sticken oder Nähen erlernen und verfeinern. Die erzeugten Produkte werden nicht nur in einem Shop vor Ort verkauft, sondern auch auf Bestellung nach Italien versendet und zu einem großen Teil monatlich auf einem NGO-Markt in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, verkauft. Außerdem arbeitet das Projekt in Kooperation mit Fairtrade.

Egisera wurde vor 25 Jahren von Volontären im Namen  der italienischen Hilfsorganisation Amici del Sidamo gegründet, die das Projekt auch heute noch zusammen mit lokalen Organisatoren leitet und unterstützt.
Im Jahr 2006 wurde die Idee des Teilprojekts Tokuuma geboren und verwirklicht.
Die benötigten finanziellen Mittel werden von italienischen Volontären und Volontärinnen aufgebracht, die ihre freiwillige Arbeit den Projekten in Äthiopien widmen.

Da ich selbst einige Zeit meines Volontariats im WID-Project verbringe, mich um die Kinder kümmere oder Englisch unterrichte, ist mir Tokuuma und Egisera schon sehr ans Herz gewachsen. Ich möchte mit einer kurzen Beschreibung und Fotos beider Projekte meine Begeisterung mit all jenen teilen, die durch Zufall oder auch nicht Zufall auf meinen Blog geraten.

Um mehr über den Verein Amici del Sidamo zu erfahren, bitte ich, die Homepage zu besuchen:
www.amicidelsidamo.org                  –                 www.inmissione.org

Um das Projekt durch eine finanzielle oder materielle Spende zu unterstützen, ergänze ich hier auch alle wichtigen Daten:

In Missione
Amici del Sidamo

Email: inmissione@salesiani.it

Spendenkonto:
Conto corrente postale
n. 000062981113
IBAN IT70J0760110900000062981113
Verwendungszweck: WID-Project Zway

Bei allen Fragen, Wünschen, Anregungen oder Beschwerden stehe natürlich auch ich immer zu Verfügung und bin schriftlich erreichbar unter  juliaLeibezeder@a1.net

Egisera

Seit bereits 25 Jahren gibt es das Egisera Projekt. Seit dem hat sich die Praxis und die Ausführung jedoch um einiges verändert. Damals diente die Institution als Art Oratorium für die ärmsten Jugendlichen in Zway, die in ihrer Freizeit  Stickarbeiten produzierten und dafür eine kleine finanzielle Unterstützung erhielten, um für ihre Familien sorgen zu können oder das Schulgeld zu bezahlen. Mit der Hilfe von Volontären konnte sich das Projekt in eine Art Entwicklungshilfe für Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren verwandeln.

Mädchen werden aus äthiopischer Tradition und Geschichte heraus immer schon benachteiligt, ihre Entwicklung vom Kindesalter an beeinflusst und ihre Leistungen nicht gefördert. Um diese Situation zu verbessern, unterstützt das Projekt  Egisera  ungefähr 60 junge Frauen beim Erwachsenwerden. Jedes Mädchen, das in Egisera arbeitet, muss nebenbei in die Schule gehen, wobei das Projekt für das Schulgeld aufkommt. So werden gleichzeitig ihr Wissen und ihre Bildung gefördert, worauf das Projekt sehr viel wert legt, da ein großer Teil der Frauen in Äthiopien ihre Schullaufbahn frühzeitig abbrechen muss, um im Haus mitzuarbeiten oder für kleine Geschwister die Mutterrolle zu übernehmen.

Um die Selbstständigkeit der Mädchen zu stärken, werden sie in die Planung und Organisation des Projekts involviert. So gibt es zwei Mal im Monat ein Meeting aller beteiligten Mitglieder, an dem jede das Recht hat, neue, selbst-designte Modelle vorzustellen etc. Außerdem werden während dem Jahr auch einige Aktivitäten oder Ausflüge organisiert, an denen alle teilnehmen dürfen.

Wenn die Mädchen ihre Schulbildung abgeschlossen haben, haben sie drei Monate Zeit, um einen Job zu finden und werden dabei Schritt für Schritt vom Projekt unterstützt. Danach müssen sie das Projekt verlassen.
Eine Gruppe von Frauen hat sich bereits selbstständig gemacht und arbeitet in Kooperation mit dem WID-Projekt. Doch die stolzen Frauen sind dabei, den schweren Weg auf den lokalen Markt zu überwinden.

Die Produkte, die in Egisera hergestellt werden, sind unglaublich schön und vielfältig. Um euch einen kleinen Einblick zu verschaffen, habe ich hier eine kleine Galerie erstellt. Bei Wünschen, Bestellungen oder gar Verbesserungs- oder Erweiterungsideen steht meine Email-adresse zur Verfügung.

Tokuma

„Together we go on, together we fall, together we start again.”

Das Tokuuma Projekt in Zway wurde vor 6 Jahren gegründet, mit dem Ziel, Frauen aus ärmlichen Verhältnissen einen fixen Arbeitsplatz zu verschaffen. Heute sind ungefähr 60 Frauen Teil des Projekts, die meisten von ihnen haben keinen Ehemann oder Partner, der ihnen bei der Unterstützung ihrer Kinder hilft.
In Tokuuma erlernen die Frauen ein Handwerk wie Nähen, Flechten, Sticken oder Weben. Ausserdem werden sie regelmässig in Amharisch, Oromisch und Mathematik unterrichtet, da viele von ihnen Analphabeten sind. Sie haben auch die Möglichkeit auf Gesundheits- und Hygiene Trainings.
Der Plan ist, dass die Frauen höchstens ein Jahr in Tokuuma arbeiten. Nach dieser Zeit müssen sie sich eine neue Arbeit suchen, sich quasi selbstständig machen. Dabei werden sie vom Projekt durch einen Kredit unterstützt, der ihnen hilft, ihren Traum von einem eigenen kleinen Projekt zu verwirklichen.
Das eigentliche Ziel des Projekts ist es, den Frauen ihre Hoffnung auf ein erfolgreiches Leben, ihr Selbstbewusstsein und ihre Gewissheit über ihre Fähigkeiten zurückzugeben.

Um die Kinder der Frauen nicht zu vernachlässigen, dürfen sie diese zur Arbeit mitnehmen. Die Kleinen bleiben untertags bei ihren Müttern, die grösseren werden von einer Art Kindergärtnerin betreut, die mit ihnen vormittags und nachmittags Spiele spielt und bei ihren Hausübungen hilft. Viele der Kinder gehen schon zur Schule und toben sich am Nachmittag im Garten von Tokuuma aus. Einmal in der Woche werden die Kinder im Projekt geduscht und gewaschen, was vor allem für die Gesundheit der Kleinkinder sehr essentiell ist.

Baumwolle

Eine kleine Gruppe von älteren Frauen, die fix im Projekt arbeiten, kümmert sich um die Bearbeitung der frischen Baumwolle. Ihre Aufgabe ist es, die ‚rohe‘ Baumwolle zu säubern und anschliessend zu spinnen. Ein Teil der in Tokuuma benötigten Baumwolle wächst im Projekt selbst, der Rest wird in Addis Abeba eingekauft. Damit weben die Frauen vor allem traditionelle Schals und nähen Kleidung.
Von zwei Lehrern erlernen sie die Kunst des traditionellen äthiopischen Webens, die mit Stolz von Generation zu Generation weitergetragen wird.

Körbe und Berbere

Die Frauen erlernen das Körbe flechten. Da dies ein wichtiger Teil der Tradition Äthiopiens ist, können die meisten Frauen bereits Körbe herstellen. In Tokuuma erweitern und verfeinern sie ihre Fähigkeiten und Techniken und üben sich an immer wieder neuen Modellen.
Wenn die richtige Saison gekommen ist, produzieren die älteren Frauen auch Berbere und andere typische Gewürze Äthiopiens. Der Geschmack und das Aroma der Gewürze sind einzigartig.

Brot

Im Projekt wurde eine kleine Bäckerei gegründet, in der fünf Frauen das Brot backen erlernen. Auch hier werden sie von einem Lehrer unterstützt, der ihnen Schritt für Schritt alles beibringt.
Die ersten fünf Frauen, die in der Bäckerei gearbeitet haben, haben sich selbstständig gemacht und arbeiten heute in ihrer eigenen Bäckerei in Zway. Das Geschäft ist sehr erfolgreich.

Gesundheitsversicherung

Sehr oft scheitern die Frauen aufgrund von Krankheiten, da sie nicht fähig sind, für die medizinischen Kosten aufzukommen. Deshalb wurde die Idee einer Art Krankheitsversicherung geboren. Die Versicherungskosten der Frauen werden zu 90% vom Projekt und zu 10% von ihnen selbst getragen. Sie bekommen eine Karte, die ihnen Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht. In Kliniken und Apotheken, die eine Vereinbarung mit Tokuuma haben, können sie damit die benötigten Medikamente kaufen.

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