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Archiv für den Monat Februar 2012

Kaum zu glauben – es ist Halbzeit!!!!

Ich freue mich schon wahnsinnig auf Daheim, meine Freunde, meine Familie – einfach alle wieder einmal sehen. Gleichzeitig bin ich jedoch, bei dem Gedanken, dass ich nur mehr die Hälfte meines Volontariates vor mir habe etwas wehmütig. Es kommt mir vor als wäre es erst gestern gewesen, dass ich mich von allen verabschiedet habe. Andererseits ist in diesem halben Jahr so viel passiert, dass es doch eine Ewigkeit sein muss.

Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung:

Am 6. September machte ich mich gemeinsam mit Anna, Anne und Johanna, nach intensiver Vorbereitung, auf nach Äthiopien. Anne und ich fuhren gleich am Morgen nach der Landung am Flughafen in Addis Abeba nach Zway. Wir waren überwältigt von den vielen Eindrücken. Das erste Monat war eher ruhiger, da wir erst Anfang Oktober mit unserer Hauptaufgabe, dem Englischunterrichten, beginne konnten und so hatten wir genügend Zeit uns auf unsere neue Heimat einzustellen.

Gleich von Beginn an schlossen wir die Kinder von Zway ins Herz, besonders natürlich die Kinder vom Tokuma-Projekt, den mit ihnen verbringen wir den Großteil unserer Freizeit.

Nach dem ersten Schock über die hohe Anzahl meiner Schüler (420!!!) und deren enormer Unterschied in ihrem Alter (8-22 Jahre), komme ich mittlerweile sehr gut mit der Herausforderung zu Recht. (Die vielen Namen bereiten mir leider immer noch Schwierigkeiten.) Nur ab und zu kommt es vor, dass beim Unterrichtsvorbereiten mehrere Stunden vergehen und ich mir abschließend trotzdem spontan Lehrstoff aus den Fingern ziehen muss. Daran dass es in meinen Unterrichtsstunden, im Vergleich zu denen der anderen Lehrern, immer noch sehr laut ist, hat sich nichts geändert, da es sich jedoch vorwiegend um Englischkonversation handelt  ist das aber auch nicht überraschend.

Neben Grade 4 – Grade 9 (4. VS – 1. Oberstufe) unterrichte ichseit einem Monat auch Grade 3 und 4 der Volksschule in Dida, ein kleines, abgelegenes Dorf, ca. eine halbe Autostunde von Zway entfernt. Vor 2 Wochen begann ich auch 5 Gruppen mit jeweils 3-4 der Mädchen vom Egisera Projekt in IT zu unterrichten. Wir begannen echt bei null, also was ein Computer ist und wie man in einschaltet. Die Geduld zahlt sich jedoch auf jeden Fall aus, denn die Mädchen machen echte Fortschritte.

In meiner Freizeit versuchte ich meine Kondition ein bisschen zu verbessern. So startete ich anfangs mit Fußball Training. Nach ein paar Trainings musste ich jedoch leider feststellen, dass ich einfach echt nicht gut darin bin. So beschränkte ich mich auf Volleyball und versuchte mich möglichst oft zum morgendlichen Laufen zu motivieren. Das mir die Äthiopier auch darin sehr überlegen waren zeigten sie mir beim 10km Don Bosco-Lauf. (Der erste war nach 35 min in Ziel und hatte eine Spitzengeschwindigkeit von 30km/h). So probiere ich es seit 2 Wochen mit Taekwondo. Gemeinsam mit 47 Äthiopiern und 4 Äthiopierinnen versuche ich mich 3 mal wöchentlich um 6:00 morgens zum Training zu motivieren.

Da momentan mein Zeitplan doch ziemlich voll ist, lasse ich meinen Unterricht in der 11 Klasse (als Schülerin) etwas schleifen. Nur mehr gelegentlich schaffe ich es in die Klasse und so ließ ich auch die Final Exams ausfallen um mich nicht vor meinen Schülern blamieren zu müssen. Bei der Weihnachtsfeier war ich natürlich schon vertreten. Bzgl.  Party machen ohne Alkohol  und noch dazu unter Tags können wir echt was von ihnen lernen.

Ich genieße die Zeit hier wirklich sehr und bin über froh all diese Erfahrungen machen zu dürfen. Obwohl ich, gerade in der letzten Zeit, doch oft an zu Hause denke, hatte ich noch nie Heimweh und bereute meine Entscheidung, ein Jahr freiwillig zu arbeiten, auch noch nie.

Jetzt freue ich mich aber trotzdem schon unbeschreiblich auf übermorgen und natürlich auch auf meinen Vortrag am Donnerstag, den 23. Februar, beim dem´s dann Details, unzählige Fotos, Injera  & Wot, Wein & Bier und auch ziemlich coole Fair Trade Produkte vom Tokuma Projekt gibt. Freue mich auf dein Kommen!

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Verfasst von - Februar 19, 2012 in Uncategorized

 

Vortrag über mein Volontariat

 
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Verfasst von - Februar 7, 2012 in Uncategorized