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Archiv für den Monat November 2011

Don Bosco Projekt Dilla

Don Bosco Projekt Dilla

Nach dem Marco und Laura (Volontäre aus Italien, die die Projekte Tokuma und Egisera betreuen) leider nur mehr bis Mitte Dezember hier sind, nützten wir letztes Wochenende um gemeinsam das Don Bosco Projekt im ca. 3 ½ Autostunden entferntem Dilla zu besuchen.

Dilla ist eine Stadt im Süden Äthiopiens und hat dementsprechend eine sehr tropische Landschaft. Da Zway momentan alles andere als grün ist – seit Ende September hat es nicht mehr wirklich geregnet – war Dilla für mich ein grünes Paradies.

Samstag, gegen Mittag kamen wir im Projekt an und bekamen dann auch gleich von Abba Roberto eine Führung durch das riesige und sehr vielseitige Projekt. Neben den Schulen (Junior School, Technical High School), gibt es auch ein Trainingscenter für Frauen, ein Waisenheim und ein Feedingcenter.

Am berührendsten war für mich eindeutig das Feedingcenter, in dem täglich 300 der ärmsten Kinder Dillas ein warmes Mittagessen bekommen. Die Essenshalle ist nicht besonders groß, ca. 50 x 20m, und voll mit langen Tischen und Bänken. Als wir um kurz nach 14:00 hin kamen, saßen bereits die meisten Kinder auf ihren Plätzen. Es war unglaublich süß, als uns alle 300 Kinder im Chor, zur Begrüßung, zwei Lieder sangen. Nach einem kurzen Gebet, vorgebetet von einem kleinen Mädchen und einem Buben im Alter von ca. 5 Jahren, bekamen alle ihr Essen. Einige der Kinder sahen ziemlich mitgenommen und krank aus und die Meisten hatten mehr Lumpen als Kleidung an. Umso herzzerreißender war dann ihr Lächeln, als wir uns zu ihnen setzen und sie ihre Englischkenntnisse(„What is you

name?“) einsetzten konnten.

Sonntagabend, kamen wir glücklich, jedoch ziemlich müde von der langen und holprigen Fahrt wieder Zuhause in Zway an.

In den letzten Tagen bin ich wieder besonders glücklich hier zu sein und all die Erfahrungen sammeln zu dürfen.
Das Unterrichten macht mir noch immer große Freude. Seit einer Woche ist es auch um einiges leichter geworden. Denn da es wahrscheinlich bei der Junior School bleiben wird und wird nicht an der High School unterrichten werden, konnten wir alle Klassen der Junior School in 2 Gruppen teilen. Wobei Anne und Ich jeweils, zeitgleich eine Gruppe unterrichten. So habe ich jetzt anstatt 3 Klassen mit ca. 60 Schülern, 5 Klassen mit durchschnittlich nur mehr 30 Schülern. Jetzt ist der Spoken Englsich Unterricht auch wirklich ein solcher. Verglichen zu meinen ersten Unterrichtsstunden bin ich auch beim Vorbereiten schon um einiges schneller geworden.

 

Mit Anne versteh ich mich noch immer ausgezeichnet. Ich bin echt dankbar jemanden zu haben, der ähnliche Erfahrungen wie ich macht und mit dem ich noch dazu in meiner Muttersprache über alles reden kann.

Die Zeit vergeht rasend schnell. Schon fast 3 Monate ist es her, dass ich meine Freunde und Familie das letzte Mal gesehen habe. Dass in Österreich schon fast Advent ist und ich jeden Tag bei strahlendem Sonnenschein schwitze ist noch immer ein komischer Gedanke. Auch der Gedanke, das erste Mal zu Weihnachten, an meinem Geburtstag und zu Silvester nicht zu Hause zu sein, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Noch dazu da, aufgrund des äthiopischen Kalenders, keines der Feste hier gefeiert wird. Aber Anne und ich werden es uns, zu den hoffentlich gut aus Österreich ankommenden, selbst gebackenen Keksen, sicherlich auch gemütlich machen.

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Verfasst von - November 21, 2011 in Uncategorized

 

Wieder mal Internet!

Nachdem ich nun schon mehr als 1 Monat nichts mehr von mir hören lassen habe und es heute die Internetverbindung endlich wieder relativ gut ist, gibt’s mal wieder ein paar Zeilen zum Lesen.

Seit 3 Wochen unterrichte ich nun auch Grade 5, 7 und 8 der Don Bosco Junior School in Spoken English. Das Unterrichten bereitet mir große Freude, auch wenn es eine große Herausforderung ist. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir die enorme Klassengröße. Denn bei durchschnittlich 60 Schülern pro Klasse gestaltet es sich sehr schwierig, die Schüler im Englischsprechen zu fördern. Obwohl sie sehr lernmotiviert und auch sehr diszipliniert sind, ist es schwer zum Beispiel bei Dialogen in Kleingruppen zu verhindern, dass sie einfach in Amharisch sprechen.

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Aus diesem Grund versuchen Anne und ich nun die Klassen in zwei Gruppen teilen zu dürfen.
Welch großen Unterschied die Klassengröße macht, bemerke ich beim Unterrichten der Egiseramädchen und der Aspiranten. Da ich hier jeweils weniger als 10 Schüler pro Gruppe unterrichte, kann ich wirklich jede/jeden einzelnen zum Englisch sprechen bringen und die Themen so oft als nötig erklären.
Natürlich ist das oft eine Geduldsprobe, doch umso zufriedener bin ich dann, wenn sie es dann endlich verstanden haben. So hat heute zum Beispiel eine meiner Schülerinen in Egisera, nach 2 stündigem üben, endlich nicht mehr „I can banana.“ sondern „I like bananas“ gesagt.

In der vergangen Woche lernte ich fließendes Wasser und Strom wieder so richtig zu schätzen, da wir nur an manchen Tagen Strom und nur an einem Tag fließend Wasser hatten. Nach unzähligen „Kübelduschen“ ist die Wohltat einer echten Dusche einfach unbeschreiblich. Morgen, Samstag, und Sonntag ist wieder Oratorium. Nachdem letzten Sonntag das Fußballturnier startete kommen nun immer mehr Jugendliche. Freue mich schon auf morgen.

 
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Verfasst von - November 5, 2011 in Uncategorized