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Archiv für den Monat September 2011

First English lessons

Am Montag den 26. September hatte ich die erste Englischstunde mit den Aspiranten. Die Stunde war für 18:15-19:00 Uhr fixiert. Um 18:10 betrat ich die Klasse. Meine 9 Aspiranten warteten schon auf mich. Sie hatten bereits Tische uns Sessel in Position gebracht und standen nun alle hinter ihren Bänken und grüßten mich freundlich.
Ich war überrascht welchen Lerneifer sie haben. Eigentlich hatte ich für die 1.Stunde nur einen Minidialog zur Vorstellung geplant und wollte mir einfach einmal einen Überblick über ihre Englischkenntnisse machen. Dies war jedoch bereits in der ersten halben Stunde geschafft. So musste ich mir immer neue Abwandlungen für den Dialog aus den Fingern ziehen.

Nach dieser Stunde beschloss ich, dass ich immer für 2 Stunden vorbereitet sein werde und mir eine Struktur zurechtlege.

Am nächsten Morgen  hatte ich, in der ersten Englischstunde mit den Egisera Mädchen,  gleich die Gelegenheit dazu. Bestens vorbereitet kam ich um 8:30, also eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn, in die „Klasse“, ein kleiner, nicht abgetrennter Teil im Arbeitsbereich. Wir beschlossen, die Mädchen, aufgrund ihrer unterschiedlichen Arbeitszeiten, auf insgesamt 4 Gruppen aufzuteilen. Da ein paar krank waren, hatte ich also nur mit 8 Mädchen Unterricht und konnte so sehr gut auf jede einzelne eingehen.

Da am Mittwoch Meskel, Fest des Kreuzes, ist, war Dienstagabend eine Orthodoxe Feier beim Zway Lake. Gemeinsam mit Marco, Laura, Tadele und Endashaw, zwei Aspiranten, besuchten wir die Feier. Ca. die Hälfte der äthiopischen Bevölkerung ist äthiopisch-orthodox. Dem entsprechend viele Leute nahmen auch an der Meskel-Feier teil.
Mithilfe von zwei riesigen Lautsprechern wurde die für uns eher befremdliche, an Gejammer erinnernde Predigt übertrag en. Ein Teil der Messe ist es ein großes Feuer zu entzünden.
Wir hofften, dass dies so gegen 18:00 geschehen würde und warteten eine halbe Stunde.
Als die Pfarrer jedoch um 19:00 noch immer keine Anzeichen machten, ihre Predigt zu beenden und die Einheimischen begannen sich ins Gras zu setzten, beschlossen wir zu gehen.

Um 20:00 waren wir zur Kaffeezeremonie und wie uns Tadele begeistert mitteilte, anschließenden Party der Aspiranten eingeladen. Nachdem  ein Feuer entzündet wurde, ab es Injera und Wot. Anschließend begann die Kaffeezeremonie im festlich geschmückten Raum und die Showmeister Mandow und Tadele leiteten durch das Programm. Neben einem improvisierten Theaterstück, von dem wir leider nur wenig verstanden, da sie auf Amharisch sprachen, stand auch ein Interview mit den Volontären und äthiopische Tanzeinlagen auf dem Programm.

An Meskel, Mittwoch 27. Sept, war Tokuma geschlossen. Deshalb beschlossen Anne und ich den freien Vormittag zu nützen um eine Bootstour auf dem Zway Lake zu machen. Für 4 € pro Person fuhren wir mit einem kleinen Ruderboot zu den Nilpferden. Der Zway Lake ist riesig und an den meisten Stellen auch nicht sehr tief. Nach ca. 30 min rudern sahen wir kleine graue Höcker aus dem Wasser stehen. Nachdem unser Chauffeur dreimal laut Hippos schreite, kamen sie auch noch ein bisschen mehr aus dem Wasser. Als sich plötzlich eines der größeren Nilpferde in unsere Richtung bewegte, kamen unsere Ruder in vollen Einsatz. Nach ca. einer Stunde kamen wir wieder am Ufer an.
Um pünktlich zum Mittagessen zu Hause zu sein, beschlossen wir eine Kutsche, für Zway übliches und sehr günstiges Taxi, zu nehmen. Bei unserer letzten Kutschenfahrt hatten wir das Glück einen netten Kutscher erwischt zu haben, der sein Pferd nicht zu oft peitschte. Dieses Glück hatten wir dieses Mal nicht. Leider sahen wir erst, als wir schon auf der Kutsche saßen, wie abgemagert das Pferd war und dass es bereits offene Wunden von den Peitschenschlägen hatte.
Bei jedem neuen Peitschenschlag zucken Anne und ich zusammen. Während der 15 minütigen Fahrt (zu Fuß ca. eine halbe Stunde) schlug das Pferd mehrere Male mit den Hinterbeinen aus. Das fünfte Mal so kräftig, dass ich die Hufen schon in meinem Gesicht sah. Zum Glück blieb es beim Dreck. Obwohl wir unser Ziel noch nicht erreicht hatten, schauten wir das wir möglichst schnell von der Kutsche runter zu kommen.

Nachdem mich Josef, Fußballtrainer der Mädchenmannschaft, mehrmals einlud, hatte ich Donnerstagnachmittag mein erstes Fußballtraining. Gleich nach dem Englischunterricht mit den Egisera Mädchen lief ich zum Fußballplatz. Nachdem wir ca. eine halbe Stunde den Ball im Kreis passten, fingen auf einmal alle an irgendetwas auf Amharisch zu sprechen. Bis auf die Zahlen, die ich ab und zu heraushörte, verstand ich Bahnhof.
Wir begannen zu spielen.
Josef deutete mir, dass ich im Mittelfeld spiele und zeigte mir mein Team. Da wir keine T-Shirts oder Sonstiges hatten um die Teams zu kennzeichnen, musste ich versuchen mir meine Teammitglieder und die dazugehörigen Namen in ein paar Sekunden zu merken, nicht gerade einfach.
Meine fehlende Übung und Kondition in Kombination mit dem heißen Wetter, ließen mich im Vergleich zu den anderen ziemlich unsportlich aussehen. Doch ich hatte meinem Spaß und wurde auch zum nächsten Training, Samstag um 7:00 Uhr morgens, eingeladen.

Um 18:00 hatte ich meine 2. Englischstunde mit den Aspiranten. Ach, sie sind einfach so süß!
Echt ein Wahnsinn, sie saugen alles was ich ihnen lerne auf wie ein Schwamm und sind auch sehr aufmerksam. Da die Tafel sehr hoch oben ist, und nicht bewegt werden kann, benutzte ich einen Stuhl um auch den oberen Teil beschreiben zu können. Um ganz nach links und rechts zu gelangen, musste ich ihn jedoch immer wieder verrücken. Nach ca. 10 min standen Bebey und Gona (zwei der Aspiranten) etwas zaghaft mit einer Bank vor mir.
Für sie kann die Englischstunde, glaub ich, auch gar nicht lange genug sein. Die letzte Stunde dauerte  45 min, da Abba Sabat von 18:15 – 19:00 mit mir ausmachte. Nach der letzten Englischstunde fragten sie mich jedoch schon, ob wir nicht ab der nächsten Stunde zumindest 60 min machen könnten. Etwas verwundert stimmte ich zu.
15min vor Unterrichtsende, gab ich Ihnen zum Abschluss des Themas „First Dialoge“ auf in 2er Gruppen einen relative umfassenden Dialog zu schreiben. Ich wies sie mehrmals daraufhin, dass sie die letzten 15 min schon für den Dialog nützen dürfen und nur den Rest als Hausübung machen sollen. Sie schauten mich allerdings nur mit großen Augen an und begannen nicht wirklich zu schreiben. Verwundert fragte ich sie, ob sie denn noch mehr lernen möchten. Voller Freude willigten sie ein.
Ich freue mich schon jetzt wieder wahnsinnig auf unsere nächste Stunde und bin schon sehr auf ihre Dialoge gespannt.

 

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Verfasst von - September 30, 2011 in Uncategorized

 

Wunderbare Zeit

Wie man, glaub ich, auf den Fotos sehen kann, gefällt es mir sehr gut hier.

Ich genieß echt jeden Tag und lerne auch viel dazu. So fang ich zum Beispiel in ein paar Tagen, gemeinsam mit der Mädchenmannschaft der High School, mit dem Fußballtraining an, töpferte ein paar Gefäße und werde heute hoffentlich das Korbflechten lernen.
Auch auf s Unterrichten freue ich mich schon sehr. Heute geht’s mit den Aspiranten los und Dienstag und Donnerstag dann in Egisera (das sind die Mädels, die man auf den trip_hawassa_langano_lake Fotos sieht). Anfang Oktober beginnt dann der Spoken English Unterricht in der High School.

Die Lernfreude in Äthiopien ist bewundernswert. Die Leute freuen sich immer, wenn ich ihnen ein paar neue Englischvokabeln lerne und müssen lachen, wenn ich mit Amharisch anfange oder eben mein fehlendes amharisch Vokabular mit Händen und Füssen kompensiere.
Es ist großartig wie nett, hilfsbereit und freundlich alle sind. Bei meiner letzten „Shopping – Tour“ (Mehl, Wasser, Besen, Topf) half mir gleich ein Einheimischer tragen.
Auch mit den kleinen Überraschungen, wie Wasser- oder Stromausfall, kommen wir gut zu recht. Wir versuchen dann einfach das Positive zu sehen und genießen ein Candlelight-Dinner.
Gestern musste ich mit Anne lachen, als wir uns dabei erwischten „Ferentschis“ (Weiße) ganz neugierig anzusehen, obwohl wir doch selber welche sind. Es fühlt sich einfach so an, als ob wir schon länger hier leben würden.
Letzten Samstag, 24. September, fuhren wir gemeinsam mit 60 Egisera Mädchen nach Hawassa (Stadt im Süden Äthiopiens) und auf den Langano Lake. Dieser „Schirischiri“ (Ausflug) war ihr Neujahrsgeschenk. Wir fuhren mit einem kleinen Bus. Die Mädchen sorgten während der 3 stündigen Fahrt mit lauten Gesängen für Stimmung.
Hawassa liegt direkt am See und da es schon im südlichen Teil Äthiopiens liegt, ist die Landschaft schon eher tropisch. Zu Mittag aßen wir auf einer Decke im Naturpark Injera und ziemlich scharfen Wot. Ich musste lachen, als uns kleine Äffchen Brot stahlen und es dann heimlich am Baum aßen.
Auf der Rückfahrt, Richtung Langano Lake, fing es plötzlich an wie aus Eimern zu schütten. So wurde die kurze Umleitung über einen Geländeweg zum Abenteuer und alle waren heil froh, als wir wieder auf der Asphaltstraße waren.

Wir hatten Glück, denn als wir um ca. 15:00 am Langano Lake ankamen, schien wieder die Sonne und so stand einem netten Badenachmittag nichts mehr im Weg.
Da am kommenden Mittwoch Meskerem (ein äthiopischer Feiertag) ist, wurde gleich am Samstag mit einer traditionellen Kaffeezeremonie und Tanz und Gesang ums Lagerfeuer gefeiert.

 
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Verfasst von - September 26, 2011 in Uncategorized

 

first news

first news

Ich sitze gerade in einem Internetcafe, direkt neben der Hauptstraße in Zway. Seit zwei Wochen lebe ich gemeinsam mit Anne im Projekt der Salesianer Don Boscos.

Was ist bis jetzt passiert?

Am Montag flogen wir um 10:50 vom Flughafen in München Richtung Addis Abeba. Wir flogen mit Lufthansa, dementsprechend konnten wir den Flug auch sehr genießen. Neben den zwei warmen Mahlzeiten bekamen wir sogar Wein und Baleys (8cl sind für das Personal ein kleines Glas!).

So gegen 21:00 landeten wir nach ca. 8 Stunden Flugzeit in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Ich war überrascht, wie groß und modern der Flughafen ist. Nach dem Ausstieg mussten wir gleich zur Visumskontrolle, leider waren wir nicht die Einzigen und so mussten wir ca. 1 Stunde warten.
Es ist ein komisches Gefühl, wenn man in einer Minderheit (Weiß) unter lauter schwarzen Menschen ist. Doch die Äthiopier sind bekannt für ihre Freundlichkeit. So nutzten wir die Stunde, um gleich ein bisschen mehr Amharisch mit Native Speakern zu lernen.
Nachdem wir, übers ganze Gesicht strahlend, wieder alle unsere Koffer hatten, ging es ab zum Ausgang. Babsi, die 2009 Volontärin in Addis war und ist jetzt wieder für 3 Monate hier war, und Abba Mario (Abba=Father; unser Chef im Projekt in Zway) warteten schon auf uns. Als wir den Flughafen verließen, kam uns eine angenehm kühle, feuchte Luft entgegen und es war ein bisschen nebelig. Es roch nach verbrannten Autoreifen.

Addis liegt auf 2400-2600 Höhenmetern und ist eine moderne afrikanische Stadt. Je nachdem, wo man die Stadtgrenzen zieht, wohnen ca. 8 – 10 Mio. Menschen in der Hauptstadt. Weiße werden auf Amharisch „Ferenschis“ genannt und da sie in Äthiopien doch eher eine Seltenheit sind, auch so angesehen aber an das habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Vor dem Flughafen parkten riesige, protzige Autos gleich neben alten, kaum noch fahrtüchtigen Schrottkisten.

So gegen Mitternacht kamen wir in Mekanissa, Don Bosco Projekt in Addis Abeba, an. Auf unserem Weg dorthin sahen wir viele herumstreunende Hunde, Katzen, aber auch Esel und Pferde, die vor uns auf der Straße standen. Nachdem wir gemeinsam Kaffee tranken, begrüßten wir noch kurzen wir noch kurz die zwei amerikanischen Volontärinnen Marney und Theresa. Nach einer genialen heißen Dusche, fiel ich in mein Bett.

So gegen 7 standen wir wieder auf, um gemeinsam mit den anderen Volontären zu frühstücken. Anschließend gingen wir zum Kindergarten, um eine der wichtigsten Tätigkeiten in diesem Jahr kennen zu lernen. Es ist unglaublich, wie offen, freundlich und liebenswert die Kinder sind. Kaum den Raum betreten, war ich schon umringt von Kindern, die mir alle irgendetwas zeigen wollten. Wir spielten mit Plastilin. Stolz präsentierten mir die Kinder ihre Figuren und zogen mich neben sich auf die Bank. Ich habe so gut wie nichts verstanden, da sie natürlich alle auf Amharisch, der Landessprache Äthiopiens, sprachen. Aber es ist auch nicht notwendig Amharisch zu können, um mit ihnen zu lachen und zu spielen.
Leider konnten wir nur eine Stunde bei ihnen bleiben, denn um 9:30 Uhr mussten wir schon wieder für die Abfahrt nach Zway bereit sein.

Wir hatten das Glück, mit Abba Mario fahren zu können. (zwei Ferenschis (=Weiße) mit 4 Koffern in einem überfüllten, alten, öffentlichen Bus, wäre schon fast ein bisschen zu abenteuerlich gewesen.) Wir fuhren zu sechst (Abba Mario, Laura & Marco (Italienische Volontäre), Anne, Babsi & ich) in einem 5-Sitzer und teilten uns den Platz mit einer Waschmaschine & sechs ziemlich großen Koffern.

Zway liegt ca. 150km südlich von Addis Abeba und hat das Glück an einer der Hauptverkehrswege zu liegen, denn obwohl Äthiopien 11mal so groß ist wie Österreich, gibt es nur 3500km asphaltierte Straßen. Unsere 3-stündige Fahrt war zwar nicht gerade die gemütlichste, dafür war sie sicherlich eine der aufregendsten. So mussten wir zum Beispiel einige Male anhalten, weil Pferde oder Kühe auf der Straße standen.

Die Regenzeit ist nun fast vorbei und die Landschaft blüht richtig auf. Alles ist grün. Laut Abba Mario ist September der schönste Monat im Jahr. Ich kann ihm nur zustimmen. Leider wird es nicht mehr lange dauern, bis das schöne saftige grün wieder verschwindet und die Landschaft wieder trocken und staubig ist.

Genau rechtzeitig zum Mittagessen kamen wir im Projekt in Zway an. Alles ist komplett anderes, aber ich liebe es! Das Mittagessen war köstlich. Neben dem äthiopischen Nationalgericht Injera und Wot (eine Art Palatschinke ohne Ei mit äthiopischem Getreide Teff und scharfer Soße) gab es auch italienische Gerichte wie Pasta und Salat.

Das Gebiet auf dem sich unser Projekt befindet, ist riesengroß. Es umfasst einen Fußballplatz, ein Volleyballfeld, einen Basketballplatz, Tennisplatz und genügend Spielfläche zum Austoben. Früchte wie Avocados, Mangos, Bananen sowie Papayas und ein Großteil des Gemüses kommen aus dem eigenen Garten. Unsere Kühe genießen kompletten Freilauf auf dem ganzen Gelände.

Am Sonntag den 11. September wird in Äthiopien Silvester 2003 gefeiert. Da Montag und Dienstag Feiertage sind, startet erst am Mittwoch das neue Schuljahr. Dann wird Anne in der Junior High School und ich in der High School Spoken English unterrichten. Bis dahin besuchen wir täglich die Projekte Tokuma und Egisera, die von den Italienischen Volontären geführt werden.

Das Projekt Tokuma (zu deutsch: gemeinsam) ermöglicht alleinstehenden Frauen mit oft bis zu 5 Kindern ein Handwerk wie Weben und Flechten zu erlernen und damit einen Unterhalt zu verdienen, während ihre Kinder im „Betriebskindergarten“ spielen können. In unserer Freizeit spielen, singen und tanzen mit ihnen.

Junge Mädchen, die sich das Schulgeld nicht leisten können, arbeiten im Projekt Egisera mit und ersparen sich so das Schulgeld. In den nächsten Wochen werden wir beginnen, sie einmal pro Woche in English zu unterrichten.

Jeden Dienstag und Samstag ist großer Markttag in Zway. Da Babsi nur mehr bis Donnerstag 8.9 in Ziway war, nützten wir gleich unseren 1.Tag in Zway um gemeinsam mit ihr einige Lebensmittel zu besorgen. Babsi spricht bereits sehr gut Amharisch und kennt das äthiopische Verhandlungsgeschick. Am Markt waren wir mehr als froh, Babsi als Verhandlungspartner mit uns zu haben, denn bei den reichen „Ferenschis“ wird oft ein höherer Preis angesetzt. Es ist sehr schwer, das Gefühl am Markt zu beschreiben. Die Verkäufer, oft auch Kinder, sitzen auf einem Tuch auf dem staubigen Boden neben ihrer Ware. So bald Weiße gesehen werden, wird natürlich sofort versucht, sie zum eigenen „Stand“ zu bringen. Auch auf dem Markt waren wir immer umgeben von Kindern.

Wieder in unsere Wohnung angekommen, war ich froh endlich Zeit zu haben, meine Koffer auszupacken und mein Schlafzimmer wohnlicher zu gestalten.
Um 16:00 Uhr ging es dann zum ersten Mal ab nach Tokuma. Wieder war ich von der unglaublichen Offenheit und Begeisterung der Kinder überwältigt. „Hop?“, fragten sie mich mit ihren großen, braunen Augen. Natürlich trug ich sie ein Stück.

Ich bin jetzt 2 Wochen in Zway und ich habe die Menschen hier, besonders die Kinder, bereits sehr in mein Herz geschlossen. Die Tage vergehen schnell und kommen mir rückblickend doch vor wie eine Ewigkeit. Jeder Tag ist etwas Besonderes. Meistens trage ich weder Uhr noch Handy mit mir. Es ist toll gemeinsam mit Anne hier zu sein, wir haben echt extrem viel gemeinsam und auch immer etwas zum Lachen. Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde.

 

ቻው tschao

Anne-Sopie, Ich, Anna, Johanna

Anne-Sopie, Ich, Anna, Johanna

Nach einem entspannten letzten Wochenende mit der Familie und den besten Freunden, heißt es in 6h endgültig ÄTHIOPIEN WIR KOMMEN!

Obwohl natürlich die Vorfreude überwiegt, fällt der Abschied von der Heimt doch nicht ganz leicht.
Gibt es doch so vieles von dem ich für 1 Jahr Abschied nehme – Familie – Freunde – trinkbares Leitungswasser – Internetzugang – Luxus – mühlviertlerrisch -.und vieles mehr

Voller Neugier und Motivation freue ich mich jedoch auch auf ein Jahr voller – Kinder – bewegender Momente – neuer Lebenserfahrung – Herausforderungen  und das gute Gefühl zu wissen, dass ich anderen helfen kann, wenn auch nur im Kleinen. 🙂

Da ich, wie bereits erwähnt, wenn überhaupt nur eine sehr schlechte Internetverbindung haben werde, schicke ich die neuesten Infos und Fotos per Post nach Hause. Dies kann natürlich einige Zeit (ca. 2 Wochen) dauern. Martina (an dieser Stelle gleich nochmals ein großes Dankeschön!) wird diese dann auf meinen Blog stellen. Ich werde versuchen so oft es geht Post nach Hause zu schicken um euch so am laufenden zu halten.

ቻው (Tschüss)

 
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Verfasst von - September 4, 2011 in Uncategorized